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Stellenbewerbung für den nächsten Hausbetreuer-Job in der Ulmgasse

Hausverwaltung Ulmgasse Graz-Gombocz-Ogris

Hilfe, mein Sohn möchte sein Medizin-Studium aufgeben, seitdem er weiß, wieviel die Hausbetreuer in der Ulmgasse verdienen!

Dieser Gehaltskompass des AMS sagt, dass er als Neurochirurg nur zwischen € 3.080,– und € 3.420,– brutto verdienen wird!

Daher möchte er sich schon jetzt für die Stelle des nächsten Hausbetreuers bewerben!

Welchen Schul- oder UNI-Abschluss bzw. welche besonderen Fähigkeiten müsste sich mein Sohn für diesen Spitzenverdienst aneignen?

Mit Besen und Schaufel und anderen Putzutensilien kann er natürlich umgehen.

Da er an Nervensträngen herumschnipseln kann, wird wohl der „Hausmeisterschnitt“ an Sträuchern und Rasen auch kein Problem sein…

Und weil Beatmungsgeräte und ähnlicher medizinischer Krimskrams für ihn ebenso Alltag sind, werden das Glühbirnenwechseln und die Kontrolle der Aufzugstüren und der Heizung eine Kleinigkeit sein.

Außerdem kann er als Arzt besonders gut die Gefahren des Spielplatzes beurteilen und zusätzlich einen wichtigen Beitrag zum „betreuten Wohnen“ liefern.

Statt Krankenkassenvergütungen kassiert er das Entgelt für die Waschmünzen ein – das prächtige Privathonorar zahlt ihm ja die Eigentümergemeinschaft.

Und dieser Traktor fürs Schneeräumen? Wiegt der über 3.500 kg? Mein Sohn verfügt nämlich schon über den Führerschein Klasse F, weil er beabsichtigte, bei „Ärzte ohne Grenzen“ mitzutun.

Reparaturfirmen kontrollieren? Kein Problem! Als „Häuslbauer“ kann mein Sohn der weit entfernten Hausverwaltung locker deren „Job“ abnehmen!

Bitte sagen Sie mir ganz ehrlich, wie die Chancen für meinen Sohn stehen, ohne Vitamin P diesen Hausbetreuer-Job in der Ulmgasse zu bekommen!

Woanders liegt der Lohn für Hausbetreuer laut diesem Gehaltskompass nämlich nur zwischen € 1.610,– bis € 1.780,– brutto.

Mir persönlich wäre ja lieber, wenn mein Sohn Neurochirurg wird. Wissen Sie, ich hab‘ nämlich schon Angst, dass die Eigentümer/innen irgendwann draufkommen, dass sie mindestens das Doppelte zu viel bezahlen – und das seit Bestehen der Wohnanlage!!!

https://ulmgasse.blog/2017/01/10/stellenbewerbung-fuer-den-naechsten-hausbetreuer-job-in-der-ulmgasse

www.krone.at

Hausverwaltung Ulmgasse Graz-Gombocz-Ogris

Anmk.: Ja, dort, wo die Wohnungen wertvoller werden, setzen kluge EigentümerInnen auf Reinigungsfirmen und wo sie dies nicht tun, setzen die EigentümerInnen auf altbewährtes. Deshalb haben die Immobilien keine Lust, im Wert zu steigen? Naja, nicht nur deshalb, es gibt meistens mehrere Gründe, wenn sie dies nicht tun!

Rezept für eine Wohnungswertminderung

Hausverwaltung Ulmgasse Graz-Gombocz-Ogris

Man nehme eine Siedlung mit möglichst vielen EigentümerInnen, sodass eine Willensbildung an und für sich nur schwer zustande kommt, gäbe es da nicht HausmeisterInnen, die unentschlossene EigentümerInnen zur „richtigen“ Stimmabgabe ermuntern und als verlängerte Arme einer über 100 km entfernt ansässigen Hausverwaltung die Beaufsichtigung und Kontrolle von Fachfirmen übernehmen, obwohl sie dafür keine Ausbildung haben und es eigentlich die Aufgabe der Hausverwaltung wäre – die aber ja eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt ist… . 😉

Noch dazu sollte die Siedlung über 30 Jahre alt sein und einen enormen Sanierungsbedarf haben, sodass sie sich eigentlich gar keine HausmeisterInnen mit hohen Lohnnebenkosten, 14 Löhnen sowie Urlaubs- und Krankenstandsvertretung (was wiederum weiteren Personen ein Einkommen sichert) leisten könnte. 😦

Dazu kommt ein kleiner Kreis Pensionisten, der seit 30 Jahren beharrlich den Status quo der 70er erhält und sich auch weiterhin gegen jede langfristig sinnvolle Investition wie eine thermische Sanierung, eine Sanierung der Fenster und Aufzüge usw. wehrt und sich dabei auf die Geldknappheit der EigentümerInnen beruft – wobei doch sehr viele Wohnungen vermietet oder bereits übergeben sind und unter Zuhilfenahme von Fördergeldern von Land und Bund die finanzielle Belastung gesenkt wäre – anstatt zuzugeben, dass sie ihren Lebensabend ruhig und ohne finanzielle Belastungen verbringen wollen – nach dem Motto „Hinter mir die Sintflut!“ – lediglich mit dem Ziel, die Siedlung auf Kosten aller EigentümerInnen seniorengerecht herzurichten und die von allen EigentümerInnen bezahlten HausmeisterInnen als kostengünstige „Heimhilfen“ zu nutzen. ;(

Und was täte die Hausverwaltung ohne sie, die HausmeisterInnen? Vielleicht die als „Büro“ titulierte Wohnung und auf dem Geschäftspapier – aber nicht im Gewerberegister – angeführte “Zweigstelle” mit einem/r MitarbeiterIn besetzen, wenn doch ohnehin der/die von den EigentümerInnen bezahlte/r HausmeisterIn die Büroarbeiten erledigt?! ^_~

Aber eines Tages wird dieses Kartenhaus zusammenbrechen: Wenn sich die EigentümerInnenstruktur ändert, wenn die heute noch mit Familie und Beruf ausgelasteten, jungen EigentümerInnen erkennen, dass der Wert ihrer Wohnungen massiv gesunken ist. Dann wird der kleine Kreis sich zurückziehen und die Hausverwaltung… 😀

Verarsche des Monats: Hausverwas

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was Ihre Hausverwaltung eigentlich tut? Hinterfragen Sie es erst gar nicht. Die Antwort könnte Sie erzürnen.

von Franz J. Sauer

Betriebskosten. Hm. Beim Auto ist mir dieser Begriff klar, ich meine also, mir ist klar, wofür er steht. Ein Auto wird ja auch ständig betrieben, dazu braucht es Treibstoff, Schmierstoff und regelmäßige Wartung, auf dass man kräftig anstoffen kann und die Karre nicht irgendwann auseinanderfällt. Aber wie ist das eigentlich bei Wohnungen? Die müssen auch regelmäßig gewartet werden. Innen (dafür ist der Mieter zuständig), außen (dafür ist der Hausbesitzer zuständig), rundherum (auch der Hausbesitzer), und ja, gelegentlich wird mal das Dach undicht, die Treppe morsch, das Wasserrohr brüchig. Renovierung steht an, die sich alle brüderlich teilen … aber halt! Gibt es da nicht einen eigenen Reparatur-Fonds? Mülleimer wollen ausgeleert werden, klar.

Infrastruktur erhalten, auch klar. Kommunalsteuern … hach, wenn man sich irgendwann mal darauf (mit wem eigentlich und wann?) geeinigt hat, dass Steuernzahlen in Ordnung ist, macht auch das Sinn. Gas, Wasser, Scheiße? Kommt extra. Und dann ist da noch die Hausverwaltungspauschale …

Anruf in derselben. Guten Tag, ich bräuchte bitte eine Aufschlüsselung meiner Betriebskosten. Weiters einen Wohnungsplan, einen Rücklagen-Ausweis, ein Protokoll der letzten Eigentümerversammlung, einen Energie-Ausweis, ein Nutzwertgutachten und, so vorhanden, Einheitswertbescheide.

Antwort: Aufschlüsselung (in Fachchinesisch, kaum entschlüsselbar) anbei, Rest „ist leider nicht vorhanden“.

Trotzdem war mein Mailverkehr mit nämlichem Unternehmen ab da bis zum Verkauf der Liegenschaft ein reger – stets ging es um Rechnungen, Mahnungen und Mahngebühren. What for, Freunde?

http://wiener-online.at/2016/05/03/verarsche-des-monats-3

Nur ein Märchen…

Die Schildbürger waschen ihre Kleider

 

Es war einmal eine kleine Stadt namens Schilda. Nein, eigentlich hieß sie gar nicht Schilda, sondern es lebten nur einige Schildbürger hier. Sie hatten sich aus einem fernen Land hinter einem hohen Berg einen Herrscher geholt, der ihnen alles versprochen hatte. Jeden Monat hielt er Hof mit seinem kleinen Kreis Schildbürger. Sie lenkten die Geschicke ihres Reiches. Bürger, die anderer Meinung waren, wurden nur widerwillig in ihrem Kreis geduldet.

Eines Tages wollten die Schildbürger den Schmutz ihrer alten Kleider entfernen…

Schon vor Jahren hatte ihr voriger Herrscher einen weisen Mann beauftragt, bunte Bilder von ihren Kleidern zu machen. Dieser weise Mann zeigte den Schildbürgern anhand seiner Bilder, wie kaputt die Kleider sind. Den Schildbürgern aber gefielen diese Bilder mit viel Gelb und Rot und wenig Blau nicht und sie beschlossen, den Schmutz von ihren Kleidern mit giftigem Asbeststaub zu entfernen…

Doch ein paar Rebellen dachten an die Gesundheit der Bürger und baten mächtigere Herrscher als den ihren um Hilfe. Diese hohen Herren schüttelten den Kopf. Noch nie war ihnen so etwas untergekommen! Alle anderen Schlossherren warfen die alten Kleider weg und kauften neue!

Diese mächtigen Herrscher hätten den Schildbürgern sogar Goldtaler gegeben, wenn sie neue Kleider gekauft hätten, aber die Schildbürger wollten ihre alten Kleider unbedingt behalten! Daher sagten die hohen Herrscher mit ernster Miene: „So dann, ihr Schildbürger, ihr wollt‘ oder könnt‘ es nicht verstehen! Also reinigt eure alten Kleider und färbt sie neu ein! Aber nicht mit Asbeststaub! Ihr dürft sie nur mit der Hand waschen! Und bedenkt: Über kurz oder lang werdet ihr sie wegwerfen und neue Kleider kaufen müssen und dann werden euch die Goldtaler, die ihr jetzt für die Reinigung ausgebt, fehlen! Dann werdet ihr an uns denken und wir wissen nicht, ob wir euch dann noch Goldtaler schenken können… Gehet nun, wir werden über euch wachen, ob ihr wohl unsern Willen erfüllt!“

Die Schildbürger waren überglücklich und ihr Herrscher rief sogleich ein tapferes Wäscherlein aus dem fernen Reich des Herrschers. Das tapfere Wäscherlein kam zwar nur mit zwei Gehilfen, aber es trug einen Gürtel mit der Aufschrift „Vier auf einen Streich“! Die Schildbürger waren begeistert! Dieses tapfere Wäscherlein konnte mit nur zwei Gehilfen vier große Kleider auf einen Streich waschen!

Als das tapfere Wäscherlein die großen Kleider sah, holte es sogleich Elefanten zur Hilfe. Und immer mehr Gehilfen … Und nun waschen sie und waschen sie…

Leider gehorchen die Elefanten den Gehilfen nicht immer. Und so machen diese Löcher in die Kleider und zertrampeln und zerstören viele andere Sachen der Bürger! Aber das stört die Schildbürger nicht! Sie erklären den Bürgern, dass diese Sachen schon alt seien und dass die Bürger diese ohnehin neu kaufen hätten müssen…

Wie lange wird das gut gehen? Wann werden die Bürger nicht mehr bereit sein, für die Streiche ihrer Schildbürger zu bezahlen?

Das erkannte auch der Ober-Schildbürger und verteilte an alle Bürger einen Zettel mit einem Zahlenspiel. Er stellte falsche Zahlen auf den Zettel und hoffte, dass die Bürger die richtigen nicht erraten!

Aber da haben die Schildbürger nicht mit der Schlauheit der Bürger gerechnet…