Na endlich einer mit Rückgrad-Hausverwalter packt aus!!

Hausverwaltung Ulmgasse Graz-Gombocz-Ogris

Verliebtsein hält jung. Und überhaupt. So eine kleine Affäre hat doch noch keinem geschadet, oder? Der resche Gianni (Regisseur und Hauptdarsteller Gianni Di Gregorio, der immer wirkt, als würde er sich selbst spielen) ist ein im Grunde kreuzbraver Ehemann und Pensionist. Während seine Frau noch arbeitet, schupft er den Haushalt, hilft der erwachsenen Tochter und ist rund um die Uhr verfügbar, wenn seine betreuungsintensive 95-jährige, nach wie vor mondäne Mamma nach ihm verlangt.

„Besonders schwierig sind auch Menschen mit zu viel Zeit, zum Beispiel Rentner. Sie beschäftigen sich mit allem, was im Haus passiert, und erwarten wahnsinnig viel. Wenn es zum Beispiel Malerarbeiten gibt, lesen sie im Internet alles über Farben nach. Die Folge: Der Respekt vor der Dienstleistung eines Malers oder eines Installateurs, der ist nicht mehr da.“

Hausverwalter packt aus
Mieter: Je reicher, desto schlimmer
Thomas Gautier,

Der Münchner Hausverwalter Werner H. kennt seine Kunden ziemlich gut – deshalb will er nicht erkannt werden.

Er treibt die Mieten ein, kümmert sich um Strom, Gas, Wasser, Handwerker, um Reparaturen oder Nebenkostenabrechnungen. Dabei bekommt der Hausverwalter Werner H.(Name geändert) seit sieben Jahren exklusiven Einblick in 3500 Wohnungen – und was sich in ihnen abspielt.

„Man lernt in meinem Job die private Seite der Leute stärker kennen“, sagt Werner H. Und die gefällt ihm nicht immer: „Man sieht auch, wie viele Menschen mit sich und ihrer Umwelt ein Problem haben – es sind erschreckend viele.“ In der AZ packt der Hausverwalter exklusiv aus. Er gibt sein Wissen preis über:
Leere Luxuswohnungen: „Es werden immer mehr“

„Ein Trend ist: Immer mehr vermögende Leute haben einen Münchner Stadtsitz. Die Wohnungen sind top ausgestattet und voll eingerichtet, die Leute sind aber nur wenige Tage im Jahr da. Wir verwalten Mehrfamilienhäuser mit Wohnungen im Millionenbereich, da wohnen nur 20 Prozent fest dort. Das sind richtig große Wohnungen mit 200, 300 Quadratmetern oder noch größer. Es ist nur ein sehr geringer Teil aller Wohnungen, aber es werden immer mehr: München ist ein Ort, an dem man als Reicher auch ein Domizil hat. Dafür gibt es verschiedenste Gründe – ich habe mal gehört: ,Wissen Sie, wenn ich abends ins Theater gehe, dann möchte ich nicht im Hotel schlafen.’ Auch ältere Leute haben gern eine Stadtwohnung.“
Die schwierigen Kunden: Haben viel Zeit – oder Geld

„Vermögende Leute haben einen deutlich höheren Anspruch an die Dienstleistung. Ich hatte einen Kunden, dem gefiel die Farbe des neuen Zauns nicht. Wir mussten ihn neu lackieren lassen, damit er zum Haus passt. Andere streichen das Treppenhaus neu, obwohl es nur zwei Macken hat. Aber wenn’s ums Geld geht, sind sie genauso geizig wie alle anderen auch. Besonders schwierig sind auch Menschen mit zu viel Zeit, zum Beispiel Rentner. Sie beschäftigen sich mit allem, was im Haus passiert, und erwarten wahnsinnig viel. Wenn es zum Beispiel Malerarbeiten gibt, lesen sie im Internet alles über Farben nach. Die Folge: Der Respekt vor der Dienstleistung eines Malers oder eines Installateurs, der ist nicht mehr da.“

„Generell merkt man extrem, ob jemand ausgelastet ist oder nicht. Wenn jemand in Rente geht, seinen Job verliert, seine Beziehung kaputt gegangen ist oder er in Scheidung lebt, er also plötzlich einen zeitlichen Freiraum hat, lässt er seine generelle Unzufriedenheit an anderen aus. Es gab mal Kurzarbeit bei BMW – das haben wir sofort gemerkt. Die Leute hatten Zeit, waren unzufrieden mit der Situation und haben sich plötzlich wegen kleinster Dinge beschwert. Auch bei einer jungen Mutter merkt man den Unterschied, wenn sie schwanger zu Hause sitzt oder wenn das Kind da ist. Dann ist sie wohl wieder ausgelastet. Wenn im Privaten etwas passiert, spüren wir es sofort.“

Eigentümerversammlungen lasen wir. Die Männer strichen anfangs gemeinsam den Zaun, die Frauen kümmerten sich um die Brotzeit – heute undenkbar. Weil sie sich entwickelt haben. Der eine machte Karriere, der andere nicht. Das eine Auto wurde größer, das andere nicht. Sie waren befreundet, aber völlig verschieden. Da hat es dann richtig geknallt. Deshalb empfehlen wir, mit Nachbarn ein normales, aber distanziertes Verhältnis zu pflegen. Zu viel Nähe ist zu viel Emotion. Und das bringt Streit.“
Quelle

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