Hausmeister?

1.) Ich wünsche mir einen Hausmeister, wie muss ich vorgehen?
Derzeit können nur „Hausbetreuer“ eingestellt werden. Ob ein solcher – idealerweise in Kombination mit einer Dienstwohnung – eingestellt werden soll, entscheidet die Mehrheit der Miteigentümer. In einem Mietshaus ist man auf die Gunst des Hauseigentümers angewiesen. Sind die Mieter einstimmig bereit, die Mehrkosten für einen Hausbesorger zu berappen, spricht vermutlich wenig dagegen. Wer es sich leisten möchte, kann sich sogar für 60.000 Euro im Jahr einen Concierge ins Haus holen.

2.) Was unterscheidet Hausbetreuer von den „alten“ Hausbesorgern?
Das Arbeitsrecht: Hausbetreuer sind „echte“ Arbeitnehmer. Sie werden nach Stunden bezahlt, nicht nach Quadratmetern oder Aufgaben.

3.) Sind Hausmeister wirtschaftlich sinnvoll?
Ein „alter“ Hausbesorger in einem kleinen Mietshaus kostet die Mieter etwa 6500 Euro im Jahr, sagt Markus Hirschler, der angehende Hausverwalter auf das Thema einschult. „Ein externer Hausbetreuer kostet nur die Hälfte davon.“ Würde man diesen inklusive Dienstwohnung anstellen, sei das bei größeren Wohnhausanlagen sinnvoll. Warum? Große Anlagen schaffen kaum mehr Arbeit, und moderne Hausbetreuer bekommen ihr Geld nach Stunden bzw. Wohnungen und nicht nach Quadratmetern bezahlt.

4.) Warum wird die Zahl der Hausbesorger ausgedünnt?
Seit das Hausbesorgergesetz vor zehn Jahren abgeschafft wurde, kommen keine neuen, „echten“ Hausbesorger mehr nach. Sie wurden auch zuvor oft nicht nachbesetzt – aus Kostengründen. „Sie sind teurer für die Mieter“, sagt ÖVI-Präsident Udo Weinberger. „Reinigungsfirmen sind bis zur Hälfte billiger.“ Hausbesorger mit alten Verträgen werden nämlich nicht nach der Stiegenhausgröße, sondern nach der Fläche der Wohnungen entlohnt. Je größere und je mehr Wohnungen eine Anlage hat, desto mehr verdient ein Hausbesorger. Ein Jahreseinkommen von stolzen 35.000 Euro brutto ist keine Seltenheit – zuzüglich Dienstwohnung.
Quelle: DiePresse

Wohnungseigentümer sollen genau die Hausmeisterkosten auf der Abrechnung kontrollieren, dafür benötige Gehaltsabrechnungen müssen von der Hausverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Jede seriöse Hausverwaltung wird dieser Bitte auch sofort nachkommen!

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